Zufallsfunde

Zufallsfunde sind überraschend aufgefundene Beweismittel, nach denen gar nicht gesucht wurde. Z.B.: bei der Steuerfahndungsdurchsuchung wird überraschend eine scharfe Pistole gefunden, für die der Beschuldigte keinen Waffenschein hat. es gibt aber auch steuerstrafrechtliche Zufallsfunde: während nach dem Durchsuchungsbeschluss Unterlagen wegen des Verdachts der Einkommensteuerhinterziehung wegen Kapitaleinkünften aus einem ausländischen Kapitalvermögen gesucht werden soll, finden sich Aufzeichnungen über OR-Geschäfte, z.B. bar abgerechnete Baustellenprojekte. Oder auch ein Zufallsfund: in dem privatschriftlichen Testament des Beschuldigten finden sich Hinweise auf bislang nicht erklärte Einkunftsquellen, weil er diese in dem Testament, etwa in einer Teilungsanordnung oder als Vermächtnis benennt. Diese Zufallsfunde werden nach § 108 I StPO sichergestellt. Angetroffene Personen, die sich nicht ausweisen können bzw. denen Identifizierungsmaßnahmen nach § 163 b StPO erforderlich erscheinen, können zu diesem Zweck einstweilen festgehalten werden.

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